Volkshochschulen schaffen Perspektiven - auch am Bau

24.06.2026 | VHS

Das Kärntner Projekt „Handwerk verbindet“ zeigt eindrucksvoll, wie Erwachsenenbildung, Integration und Fachkräftesicherung erfolgreich ineinandergreifen. Aus Sicht der Volkshochschulen ist die Initiative ein besonders gelungenes Beispiel dafür, wie praxisnahe Bildung konkrete Perspektiven eröffnet und gleichzeitig gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt. 

Im Mittelpunkt steht ein zwölfwöchiges Programm für Menschen mit Migrationshintergrund, das sprachliche und fachliche Qualifizierung eng miteinander verknüpft. Die Volkshochschulen leisten hier einen zentralen Beitrag: Deutsch wird gezielt an den Anforderungen des Baualltags orientiert vermittelt – direkt in Verbindung mit praktischen Tätigkeiten, Arbeitsabläufen und Kommunikation im Team. So entsteht nicht nur Sprachkompetenz, sondern auch die Sicherheit, sich im beruflichen Alltag zurechtzufinden.

Ein wesentlicher Fokus liegt darüber hinaus auf der Stärkung überberuflicher, sogenannter transversaler Kompetenzen. Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Selbstorganisation und interkulturelle Kommunikationsfähigkeit gewinnen in einer sich rasch wandelnden Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Die Volkshochschulen tragen mit ihren Unterrichtsmethoden entscheidend dazu bei, diese Fähigkeiten gezielt zu fördern und damit nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit zu sichern.

Gerade in dieser Verbindung von Qualifizierung, Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlicher Teilhabe wird deutlich, wie eng „Handwerk verbindet“ mit dem aktuellen Jahresschwerpunkt der österreichischen Volkshochschulen „VHS macht Zukunft“ verknüpft ist. Dieser stellt die Frage in den Mittelpunkt, wie Bildung Menschen befähigt, den sozialen, digitalen und gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Volkshochschulen verstehen sich dabei als offene Lernorte für alle, die Orientierung bieten, Teilhabe ermöglichen und Menschen in ihrer Entwicklung stärken.

Das Projekt in Kärnten macht diesen Anspruch konkret sichtbar: Die enge Verzahnung von Lernen und Praxis erleichtert den Einstieg in den Arbeitsmarkt, während das gemeinsame Lernen Räume für Austausch und gegenseitiges Verständnis schafft. Damit wird nicht nur berufliche Integration unterstützt, sondern auch ein Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt geleistet.

Auch medial fand das Projekt große Beachtung: Die Kleine Zeitung berichtete ausführlich über die Initiative und hob insbesondere die Verbindung von Sprachvermittlung, praktischer Ausbildung und Arbeitsmarktintegration hervor.

„Handwerk verbindet“ steht damit exemplarisch für eine moderne Erwachsenenbildung im Sinne der Volkshochschulen: Sie vermittelt nicht nur Wissen, sondern stärkt Menschen ganzheitlich und macht sie fit für die Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft – ganz im Sinne von „VHS macht Zukunft“.