ORF-Zukunftsforum: Bildung zählt zu den zentralen Erwartungen an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
09.09.2026 | EB in Österreich
Anlässlich des von Medienminister Andreas Babler initiierten ORF-Zukunftsforums wird derzeit intensiv über die zukünftige Rolle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks diskutiert. Ziel des Forums ist es, Ideen und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung des ORF unter den Bedingungen von Digitalisierung, veränderter Mediennutzung und Künstlicher Intelligenz zu erarbeiten. Eine bereits vorliegende Publikumsratsstudie zeigt dabei, dass Bildungsaufgaben für die Bevölkerung zu den wichtigsten Bestandteilen des öffentlich-rechtlichen Auftrags zählen. 73 % der Befragten halten es für wichtig oder sehr wichtig, dass der ORF Volks-, Jugend-, Schul- und Erwachsenenbildung fördert und verbreitet. Ebenso hohe Zustimmung erhalten Angebote für alle Altersgruppen, Gesundheitsbildung, Nachhaltigkeitsthemen sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher gesellschaftlicher Lebenslagen.
Aus Sicht der Volkshochschulen unterstreichen diese Ergebnisse die Bedeutung von Bildung, Medienkompetenz und gesellschaftlicher Orientierung als Kernaufgaben eines modernen öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gerade in Zeiten von Desinformation, digitalen Umbrüchen und wachsender gesellschaftlicher Polarisierung braucht es verlässliche Informations- und Bildungsangebote für Menschen aller Generationen. Die Erwachsenenbildung sieht den ORF deshalb nicht nur als Medienanbieter, sondern als wichtigen Partner einer demokratischen Wissens- und Bildungsinfrastruktur. Das ORF-Zukunftsforum bietet die Chance, diesen Bildungsauftrag sichtbar zu stärken und neue Kooperationen zwischen Medien, Erwachsenenbildung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft auf den Weg zu bringen.
Quellen: SORA/ORF-Publikumsratsstudie 2022; ORF-Zukunftsforum 2026.