IHS-Studie: Soziale Ungleichheit prägt Bildungswege in Österreich
03.09.2026 | EB in Österreich
IHS-Studie: Soziale Ungleichheit prägt Bildungswege in Österreich
Eine neue Längsschnittstudie des Instituts für Höhere Studien (IHS) analysiert erstmals die Bildungsverläufe einer gesamten Schüler:innengeneration – von der Volksschule bis zum Berufseinstieg. Die Ergebnisse zeigen wieder einmal: Die Bildung der Eltern ist der entscheidende Faktor für den Bildungsweg von Kindern. Es hat sich somit wenig geändert in den letzten Jahrzehnten.
Einige zentrale Erkenntnisse der Studie sind: Kinder von Akademiker:innen besuchen deutlich öfter eine AHS und die Wahrscheinlichkeit für ein Studium ist ebenso deutlich höher. Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Haushalten (d.h. Kinder und Jugendliche mit Eltern mit wenigen formalen Bildungsabschlüssen) erreichen zwar oft einen höheren Abschluss als ihre Eltern, sie bleiben aber von höherer Bildung weitgehend ausgeschlossen. Ein Schlüssel zu Bildungsbeteiligung ist der barrierefreie Bildungszugang (auch der Elterngeneration) und die Möglichkeit einer „Bildung für alle!“
Es ergeben sich deutliche Handlungsempfehlungen: Frühe Übergänge (z. B. von Volksschule in eine weiterführende Schule) sind entscheidend und sollten abgebaut werden. Ganztagsschulen, Beratung und durchlässigere Bildungswege können soziale Ungleichheiten verringern und ebenso die barrierearme und leistbare Möglichkeit zu lebenslangem Lernen und Erwachsenenbildung.