Ein intensives erstes Quartal 2026 für den VÖV

04.04.2026 | VÖV

Das erste Quartal 2026 war für den Verband Österreichischer Volkshochschulen geprägt von starken öffentlichen Auftritten, wichtigen politischen Gesprächen und einer positiven bildungspolitischen Dynamik. Im Zentrum steht dabei ein federführender Beitrag der Volkshochschulen - v.a. im Rahmen des KEBÖ-Vorsitzes - zur Entwicklung einer neuen LLL-Strategie für Österreich.

Besonders sichtbar wurde der Jahresauftakt in diesem Sinne bereits durch die große Veranstaltung am 29. Jänner in der VHS Ottakring mit Bundesministerin Eva‑Maria Holzleitner. Unter dem Titel „Für das Leben lernen … Alltagskompetenzen von Erwachsenen auf dem Prüfstand“ wurde eindrucksvoll gezeigt, wie zentral Grundbildung, Alltagskompetenzen und demokratische Bildung für gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Die Veranstaltung - eine Kooperation von WIener Volkshochschulen und VÖV - markierte einen klaren inhaltlichen Schwerpunkt des neuen Arbeitsjahres.

Parallel prägte die nationale Latein‑Debatte den öffentlichen Bildungs-Diskurs. Der VÖV erinnerte daran, dass Österreich vor ganz anderen Herausforderungen steht: Rund 1,7 Millionen Erwachsene haben laut internationalen Studien Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen. In Medienbeiträgen und Interviews machte der VÖV deutlich, dass die Stärkung der Grundbildung und der chancengerechte Zugang zu Bildung in der politischen Diskussion höher gewichtet werden müssen.

Ein starkes Signal in diese Richtung lieferte die neue Volkshochschulstatistik 2026: Mit 49.767 Kursen (+3,8 %) und 487.398 Kurs-Teilnahmen (+3,1 %) im Arbeitsjahr 2024/25 steigt die Nachfrage nach gemeinnütziger Erwachsenenbildung spürbar. Zusätzlich besuchten über 183.000 Menschen Einzelveranstaltungen. Diese Entwicklung zeigt: Die Volkshochschulen sind für immer mehr Menschen der zentrale Bildungsort und leisten einen unverzichtbaren gesellschaftlichen Beitrag.

Politisch führte der VÖV v.a. im Rahmen seines KEBÖ-Vorsitzes im ersten Quartal intensive Gespräche – u.a. mit SPÖ‑Bildungssprecher Heinrich Himmer, ÖVP-Bildungssprecher Marchetti und Staatssekretärin Ulrike Königsberger‑Ludwig. Im Mittelpunkt standen die KEBÖ‑Vorschläge zur neuen Strategie des lebensbegleitenden Lernens sowie Fragen der strukturellen Absicherung der Erwachsenenbildung.

Auch auf europäischer Ebene war der VÖV aktiv: Beim Treffen des Vorstands der Europäischen Erwachsenenbildung (EAEA) in Stockholm wurden Themen wie demokratische Bildung, Grundbildung und neue Technologien weiter vorangetrieben, sowie eine Strategie-Debatte zur europäischen Erwachsenenbildung begonnen.

Den Abschluss des Quartals bildete der erste bundesweite VHS‑Aktionstag am 30. März, mit dem der VÖV den Start des Zweijahresschwerpunkts „VHS macht Zukunft“ sichtbar machte. Mit den neuen „VHS‑Fenstern“ und zahlreichen Aktivitäten der Landesverbände wurde die Bedeutung der Volkshochschulen für eine lernende, demokratische Gesellschaft eindrucksvoll hervorgehoben.