VHS Kärnten: Neuer Vorstand mit PH-Rektor Fisler, ÖGKPräventionsexpertin Hornböck und Kelag-BR Griesser

11.03.2026 | News aus den Landesverbänden

Neue Mitglieder für frische Akzente in der Erwachsenenbildung: Verstärkte Zusammenarbeit mit Hochschulstandort und der Gesundheitsprävention.

Am Montag, den 9. März 2026, wählte die 35. Mitgliederversammlung der Kärntner Volkshochschulen ihren Vorstand satzungskonform nach vier Jahren. Neu in den Vorstand gewählt wurden Sven Fisler, Rektor der Pädagogischen Hochschule Kärnten, ÖGK-Fachexpertin für Prävention, Katrin Hornböck, und Andreas Griesser, stellvertretender Zentralbetriebsrat der Kelag. In ihren Ämtern bestätigt wurden Vorstandsvorsitzender Gerwin Müller und sein Stellvertreter Landesschulratspräsident a.D. Rudolf Altersberger, sowie als Vorstandsmitglieder Diakonie-Vorständin und -Personalchefin Susanne Prentner, die stellvertretende Arbeiterkammer-Direktorin Irene Hochstetter-Lackner, die Vizebürgermeisterin von Villach Sarah Katholnig, AK-Bildungsabteilungsleiter Daniel Weidlitsch und Landtagsabgeordneter Stefan Sandrieser. Weiterhin als Präsident fungiert AK-Präsident Günther Goach. „In ihrer Genese wird sichtbar, dass die Volkshochschulen seit jeher maßgeblich von individuellen Akteur:innen geprägt wurden – ihre Interessen, beruflichen Schwerpunkte und persönlichen Einflüsse beeinflussten die Entwicklung der VHS. Getreu diesem Motto stehen die neu gewählten Vorstandsmitglieder für frischen Wind und neue Akzente. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in den kommenden vier Jahren“, sagte Müller anlässlich seiner Wiederwahl. Müller, der in seiner Funktion als Vorsitzender des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) auch bundesweit agiert, schlug eine Brücke in die Zukunft: „Die Volkshochschule ist eine Marke mit hohem Potenzial. Das schlägt sich auch in stetig wachsenden Teilnehmer:innenzahlen nieder. In Zeiten wachsender Unsicherheiten wird die VHS zu einem Ort des Miteinanders. Diesem Auftrag wollen wir auch in Zukunft gerecht werden.“

Im Rahmen der letzten Mitgliederversammlung im Herbst 2023 wurden die Kärntner Volkshochschulen in eine GmbH im Besitz des Vereins ausgegliedert. Über deren erfolgreiche Entwicklung bilanziert Geschäftsführerin Beate Gfrerer: „Mit der Ausgliederung in die GmbH haben die Kärntner Volkshochschulen einen weiteren Meilenstein in ihrer Professionalisierung erreicht. Von einem ehrenamtlich geführten Verein mit anfänglich wenigen Mitarbeiter:innen, hat sich die VHS zu einer Fixgröße der Kärntner Erwachsenenbildung mit aktuell rund 70 hauptberuflichen Mitarbeiter:innen, 635 nebenberuflich Lehrenden sowie 2.800 Kursen, 35 Projekten, 23.000 Teilnahmen pro Jahr und einem Umsatzvolumen von 6,3 Millionen Euro etabliert.“ Den Erfolg führe sie auf die Marktanpassungsfähigkeit der VHS zurück, erklärte die Bildungsexpertin: „Wir antizipieren Trends rasch und setzen bedürfnisorientiert um – für unsere Kund:innen jeglicher Alters- und Herkunftsgruppen, unabhängig von beruflichem Hintergrund und Wissensstand. Eine weitere Stärke ist die regionale Verankerung in den Bezirken, die VHS ist an 93 Standorten in ganz Kärnten aktiv, und die Zusammenarbeit mit vielen Partnerorganisationen.“ Aktuell zählen dazu unter anderem die Sozialversicherungsträger BVAEB, ÖGK und SVS, der Europäische Sozialfonds ESF, der Österreichische Integrationsfonds ÖIF, Digital Austria, die Agentur für Bildung und Internationalisierung OeAD und das Land Kärnten. Die Kooperationen würden einerseits günstige oder gar kostenfreie Angebote auch in den Gemeinden ermöglichen und zudem wertvolle Drittmittel lukrieren, führte Gfrerer aus: „Zuletzt konnten wir 800.000 Euro an Bundes- und ESF-Mitteln für Kärnten lukrieren.“

Von den neu gewählten Vorstandsmitgliedern erwarte Müller sich neue Impulse, Beratung für neue Geschäftsfelder und eine noch stärkere Anbindung und höhere Durchlässigkeit an den tertiären Bildungssektor. Für den Hochschulstandort Kärnten nimmt PH-Rektor Sven Fisler den Ball auf. Mit Katrin Hornböck wird die Kooperationsbasis zur ÖGK gestärkt. Als Fachexpertin für Prävention wird dem stärker werdenden Bedürfnis nach einer gesunden Lebensführung Rechnung getragen. Andreas Griesser, Betriebsrat eines führenden Kärntner Unternehmens, soll wertvolle Beiträge für den Bereich berufsbegleitendes lebenslanges Lernen einbringen.