Klassismus in Österreich: Was die neue Studie zeigt – und warum es die Erwachsenenbildung braucht

18.02.2026 | VÖV

Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Wien und der Gleichbehandlungsanwaltschaft macht sichtbar, wie tief Klassismus – also die Abwertung und Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder Klassenposition – in Österreich verankert ist. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Klassistische Erfahrungen beginnen früh, wirken strukturell und prägen Lebenswege.

Was tun Volkshochschulen in diesem Kontext: 

  •     Barrieren abbauen – Bildungsangebote sind niederschwellig erreichbar und leistbar.
  •     Lebenschancen eröffnen – Basisbildung, Zweiter Bildungsweg und Validierung sind zentrale Instrumente gegen die Reproduktion sozialer Ungleichheit.
  •     Empowerment stärken – Erwachsenenbildung schafft Räume, in denen Menschen Erfahrungen von Abwertung aufarbeiten und neues Selbstvertrauen gewinnen können.
  •     Demokratie stärken – Klassismus gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt; politische Bildung und soziale Begegnung sind wichtige Gegenkräfte.

 Die Erwachsenenbildung – und speziell die Volkshochschulen – können eine Schlüsselrolle dabei spielen, Ungleichheiten abzubauen, Teilhabe zu ermöglichen und Menschen zu stärken.