SPÖ‑Bundesparteitag: Beschluss zu Gemeinnützigkeit und Qualität in der Erwachsenenbildung

09.03.2026 | EB in Österreich

Der 47. Bundesparteitag der SPÖ hat einen Beschluss zur zukünftigen Ausrichtung öffentlicher Mittel in der Erwachsenenbildung gefasst. Im Mittelpunkt steht die Forderung, öffentliche Gelder konsequent für gemeinwohlorientierte Bildungszwecke einzusetzen und die Qualitätsentwicklung im Erwachsenenbildungsbereich zu stärken.

Der Beschluss betont die Bedeutung der Erwachsenenbildung als Bestandteil des Bildungssystems sowie ihren Beitrag zu sozialer Teilhabe, beruflicher Weiterentwicklung und lebensbegleitendem Lernen. Aus Sicht der SPÖ sollen öffentliche Mittel ausschließlich Einrichtungen zugutekommen, die diese Ziele verfolgen und ihre Ressourcen vollständig in den Bildungsauftrag reinvestieren.

Konkret fordert der Parteitag:

  • Gemeinnützigkeit als verpflichtendes Kriterium bei öffentlichen Förderungen, Ausschreibungen und Direktvergaben in der Erwachsenenbildung, um sicherzustellen, dass keine öffentlichen Mittel in privatwirtschaftliche Gewinninteressen abfließen.
  • Stärkere Gewichtung von Qualitätskriterien und guten Arbeitsbedingungen in allen Förder- und Vergabeverfahren.

Der Beschluss unterstreicht damit den Stellenwert qualitätsvoller, gemeinnütziger Erwachsenenbildung und die Relevanz stabiler Rahmenbedingungen für Beschäftigte und Bildungsträger. Am Bundesparteitag hat zu diesem Antrag der Betriebsratsvorsitzende der Wiener Volkshochschulen, Senad Lacevic, gesprochen.