Stichworteabschied
Nach knapp 29 Jahren als Generalsekretär des VÖV und ebenso lange als Redakteur der ÖVH verabschiede ich mich in den sogenannten Ruhestand, der so ruhig nicht werden wird, und benütze die Gelegenheit, Dank zu sagen. Dank vor allem für das unglaubliche Glück mit den realen Spitzenrepräsentanten des VÖV: den Präsident/innen, dem Vorstandsvorsitzenden sowie den/der Vorsitzenden des Pädagogischen Ausschusses und des Finanzausschusses. Es hätte personell auch anders kommen können, dann wäre Vieles anders verlaufen und vor allem in anderen Konstellationen vor sich gegangen. Besonderer Dank gilt den Mitarbeiter/innen im VÖV, die unter oft nicht leichten Bedingungen viel geleistet haben und leisten. Die Volkshochschulentwicklung wäre ohne den VÖV und seine Mitarbeiter/innen in den letzten Jahrzehnten auch anders vor sich gegangen. Dank zu sagen gilt es ebenso den vielen Kooperationspartner/innen im In- und Ausland: im Bereich der Volkshochschulen und ihrer Landesverbände, in anderen Einrichtungen der Erwachsenenbildung, insbesondere im KEBÖ-Leitungsausschuss und für zwölf Jahre im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung, an Universitäten und vor allem an öffentliche Einrichtungen wie insbesondere das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Es war immer eine anregende Arbeit, die gar nicht so schwer war, wie es manchmal den Anschein hatte, und zwar dank der angeführten personellen Entwicklungen und nach Bereinigung des jahrzehntelangen Hauptproblems des VÖV, Haus Rif. Die Brisanz des damaligen Problems ist den heute Agierenden gar nicht bewusst.
Als ÖVH-Redakteur habe ich auch der Druckerei Grasl zu danken, die diese Zeitschrift seit 1986 problemlos und hervorragend druckt und versendet.
Alles in allem herzlichen Dank.

Derzeitiger, erster und kommender Generalsekretär des VÖV: Wilhelm Filla, Wolfgang Speiser, Gerhard Bisovsky. Foto 1989.
wechsel
In einem ist der Verband Österreichischer Volkshochschulen wahrscheinlich europaweit singulär: in der Kontinuität seiner Generalsekretäre. Seit der Gründung 1950 gab und gibt es drei Generalsekretäre. Wolfgang Speiser war es neben seiner Funktion als „Zentralsekretär“ des Verbandes Wiener Volksbildung von 1950 bis 1974. Karl Arnold übte die Funktion danach bis Ende 1983 aus. Seit 1. Jänner 1984 ist der jetzige Generalsekretär tätig – immerhin beinahe 29 Jahre. Mit der Funktion des Generalsekretärs war bis heute immer die Funktion des ÖVH-Redakteurs, oder wie es früher etwas merkwürdig hieß, des „Schriftleiters“ verbunden.
Da jede Funktionszeit einmal zu Ende geht, ist auch die des jetzigen Generalsekretärs in Bälde – am 31. Mai 2012 – zu Ende, und damit die Tätigkeit als Redakteur der ÖVH. In zeitgerechter Vorsorge hat der Verband Österreichischer Volkshochschulen bereits in seiner Vorstandssitzung am 13. Dezember 2011 die Weichen gestellt und – nach einem sehr überlegten Auswahlverfahren – Dr. Gerhard Bisovsky zum neuen Generalsekretär des „Verbandes“ bestellt. Vorgeschlagen wurde Bisovsky nach einem Hearing von einem breit zusammengesetzten Komitee, das vom Vorstand bestellt wurde. Nach der Bestellung hat der Vorstandsvorsitzende Michael Ludwig nicht nur die in großer Harmonie vollzogene Entscheidung hervorgehoben, sondern auch betont, dass die Entscheidung den Vorstand näher zusammengeführt hat und nicht, wie das bei „Personalien“ häufig der Fall ist, entzweit hat.
Willi Filla
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