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SAPA 21

Sprachenlernen im 21. Jahrhundert: Szenarios - Anforderungen - Profile - Ausbildung





 

Paradigmenwechsel im Sprachunterricht?

Verschiedenste neue Unterrichts- und Lernformen, wie div. Formen des eLearnings, der GER, Sprachenportfolio, LernerInnen-Autonomie etc. verlangen, dass die Rolle des/r Lehrenden hinterfragt, gestiegene Anforderungen an den Unterricht geklärt und das Selbstverständnis von Kursanbietern neu definiert werden.



 

Globalziel

Im Rahmen dieses esf-Projekts in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (BIfEB), den Wiener Volkshochschulen GmbH und dem Institut für Germanistik/Deutsch als Fremdsprache der Uni Wien wurden Entwicklungen des Sprachunterrichts in der EB sowie Kompetenzen von SprachkursleiterInnen erhoben und darauf basierend Konzepte für die Aus- und Weiterbildung der Unterrichtenden erarbeitet.

Teilziele:

1. Entwerfen von möglichen Szenarios für:
- die Lernenden (z.B. lebenslanges Lernen)
- die KursleiterInnen, (z.B. Professionalisierung)
- den Sprachunterricht (z.B. Globalisierung) und
- die anbietenden Institutionen (z.B. Marktmechanismen)
in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren.
2. Ableiten von Anforderungen, die sich aus diesen Szenarios ergeben
3. Entwicklung von Profilen für KursleiterInnen und Kursanbieter in der EB, Prinzipien für die Unterrichtsgestaltung
(Zurückgreifen auf bereits bestehende, ähnliche Ansätze aus anderen Bereichen und anderen Ländern)
4. Erarbeitung von Konzepten für die Aus- und Weiterbildung von KursleiterInnen
Schritthalten mit europäischen Entwicklungen von Qualitätsstandards und Qualitätssicherung.
5. Rahmencurriculum für eine Basisausbildung (modular gestaltet) für KursleiterInnen in der EB (basierend auf der Weiterbildungsakademie und am EUROLTA Teacher Training Framework und auf bereits bestehenden Ausbildungskonzepten österreichischer Volkshochschulen und internationaler Partnerorganisationen)
6. Pilotphase: Implementierung des Rahmencurriculums, Evaluierung und gegebenenfalls Adaptierung

Das Projekt SAPA, im Rahmen dessen diese Ausbildung entwickelt wurde, wurde 2011 mit dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichnet.

 

Publikation Paradigmenwechsel

Die Publikation zum Herunterladen: 317-Paradigmenwechsel.pdf

 

Online-Befragung der VHS-SprachkursleiterInnen in ganz Österreich

Den österreichischen Volkshochschulen ist es ein großes Anliegen, ein immer wieder verbessertes und genau den Bedürfnissen entsprechendes Angebot an Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen, sowie genauer über die Voraussetzungen für erfolgreichen Sprachunterricht in der Erwachsenenbildung Bescheid zu wissen. Deshalb bereitete der Verband Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) im Rahmen des esf-Projekts „SAPA – Sprachenlernen im 21. Jahrhundert: Szenarios - Anforderungen – Profile – Ausbildung“ (siehe oben) eine Befragung der Sprachkursleiterinnen und Sprachkursleiter an den Volkshochschulen in Österreich vor.

Die Befragung wurde im Frühjahr 2008 online durchgeführt. Damit beauftragt wurde das Zentrum für soziale Innovation (ZSI), über das auf http://www.zsi.at umfassende Informationen einsehbar sind. Für die Durchführung der Befragung wurden dem ZSI die postalischen und elektronischen Kontaktdaten der SprachkursleiterInnen zur Verfügung gestellt.

Kurzfassung der Ergebnisse zum Herunterladen: 317-Erhebung.pdf


Verschränktes Ausbildungskonzept

für eine Grundausbildung von SprachkursleiterInnen in der Erwachsenenbildung und
zukünftigen Aus- und WeiterbildnerInnen

Das Ausbildungskonzept beinhaltet zwei Ebenen: eine für neue SprachkursleiterInnen und eine für zukünftige Aus- und WeiterbildnerInnen.
Das „verschränktes/integratives“ Ausbildungskonzept ermöglicht somit neuen KursleiterInnen eine Grundausbildung und sichert die Nachhaltigkeit aufgrund der Ausbildung für zukünftiger Aus- und WeiterbildnerInnen.

Die zukünftigen AusbildnerInnen nehmen einerseits am Lehrgang bzw. an Modulen von diesem, als auch an der Werkstatt für WeiterbildnerInnen teil, damit sie einerseits die einzelnen Komponenten des Lehrgangs kennen lernen als auch mit Methoden zur Abhaltung von derartigen Modulen vertraut gemacht werden.

Die zukünftigen Aus- und WeiterbildnerInnen nehmen nicht nur als „gewöhnliche“ TeilnehmerInnen an den Modulen des Lehrgangs teil, sondern sind auch immer wieder gefragt, ihr Know-how zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig ist die Lehrgangserfahrung für sie wichtig, um die Inhalte danach selbst besser vermitteln und weitergeben zu können. Im Rahmen des Lehrgangs als auch in der Werkstatt haben sie Gelegenheit, über die Inhalte, Aufbau, Ablauf etc. (gemeinsam) auf einer Metaebene zu reflektieren und sich mit der dahinter liegenden Theorie auseinander zu setzen.

Die Gruppe der zukünftigen bzw. neuen KursleiterInnen profitiert auch von der Erfahrung der langjährigen KursleiterInnen, die einiges ihres Know-hows in den Lehrgang einfließen lassen (etwa aktive Mit-Gestaltung von einzelnen Elementen).

Eine eigens eingerichtete Moodle-Plattform fördert das Lernen, das Erledigen von Portfolio-Aufgaben und die Kommunikation in den Pausen zwischen den Modulen.

weitere Informationen unter:
SprachkursleiterInnen-Ausbildung: http://www.vhs.or.at/330/

SprachkursleiterInnen-Profil: 317-Profil_EB-SprachkursleiterInnen.doc
Qualitätsstandards: 317-Qualitätsstandards.doc

Weitere Informationen: Mag.a Elisabeth Feigl, Sprachenreferentin +43 1 216 4226-17 oder e.feigl-bogenreiter@vhs.or.at