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Integrationsvereinbarung-Neu

Informationen zu Alphabetisierungs- und Deutsch-Integrationskursen

Informationen zur Integrationsvereinbarung Neu ab 2011:

Drittstaatsangehörige sind in der Regel mit Erteilung oder Verlängerung eines Aufenthaltstitels zur Erfüllung der Integrationsvereinbarung verpflichtet.

Inkrafttreten: ab 1. Juli 2011

Mit der IV 2011 werden auch das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz, das Fremdenpolizeigesetz 2005, das Asylgesetz 2005 und das Staatsbürgerschaftsgesetz 1985 geändert.

Die wichtigsten Änderungen

1. Nachweis von Deutschkenntnissen auf A1-Niveau vor Zuzug

Dieser Nachweis („Sprachdiplom oder Kurszeugnis einer durch die Verordnung bestimmten Einrichtung“) darf bei Stellung des Erstantrages nicht älter als 1 Jahr sein. Das bisherige Modul 1 „Alphabetisierung“ (75 UE zu je 45 Minuten) fällt somit weg.

2. Erreichung des A2-Niveaus innerhalb von 18 Monaten

Das bisherige Modul 2  wird nun zu Modul 1. Um eine Kostenerstattung von 50% vom Bund zu erhalten, muss die Abslvierung dieses Moduls nun innerhalb von 18 Monaten erfüllt werden. Das nunmehrige Modul 1 umfasst auch nach der IV 2011 300 Unterrichtseinheiten und die Kostenrückerstattung durch den Bund beträgt maximal 750 €.

Durchführung der Prüfung

Mit Beginn des Erfüllungszeitraumes der IV Neu 2011 stellt der ÖIF zwei Prüfungsformate zur Verfügung: den ÖIF-Test Neu (A2-Niveau) und den Deutsch-Test für Österreich, eine skalierte Prüfung für die Niveaus A2-B1. Bei der Durchführung der Prüfung gibt es zwei Varianten:

a)      Lizensierte/r ÖIF-Prüfer/in + 1 lizenzierte/r Prüfer/in des zertifizierten Kursträgers (beim jeweiligen Kursanbieter)

b)      2 lizensierte ÖIF-Prüfer/innen (an einem vom ÖIF festgelegten Ort)

Der/die IV-Pflichtige hat Anspruch auf eine anteilige Kostenrefundierung, wenn er/sie einen Deutsch-Integrationskurs bei einem zertifizierten Kursträger besucht und innerhalb von 18 Monaten eine Prüfung wie oben angeführt auf A2-Niveau erfolgreich abgelegt hat.

Der/die IV-Pflichtige hat keinen Anspruch auf eine anteilige Kostenrefundierung, wenn er/sie einen Deutsch-Integrationskurs bei einem zertifizierten Kursträger besucht hat und einen anderen allgemein anerkannten Nachweis über ausreichende Deutschkenntnisse auf A2-Niveau nachweist – z.B. ein ÖSD-Zertifikat.

Der/die IV-Pflichtige hat keinen Anspruch auf eine anteilige Kostenrefundierung, wenn er/sie einen Deutschkurs bei einm nicht zertifizierten Kursträger besucht und erfolgreich eine Prüfung beim ÖIF auf A2-Niveau ablegt.

3. Deutschkenntnisse auf B1-Niveau für Daueraufenthalt

Ein Antrag auf Daueraufenthalt ist frühestens nach 5-jährigem Aufenthalt im Land möglich. Bei Stellung des Antrags müssen bereits Sprachkompetenzen auf B1-Niveau erreicht sein. Finanzielle Zuschüsse für den Besuch eines Kurses sind nicht vorgesehen. Übergangsbestimmungen sind derzeit nicht definiert.

Neue skalierte Deutschprüfung des ÖIF

Der ÖIF bietet ab 1.7. 11 eine neue Deutschprüfung auf den Niveaustufen A2 und B1 an, den Deutsch-Test für Östereich (DTÖ).

Näheres zur Prüfung und Modeltest unter:

http://www.integrationsfonds.at/top_services/deutsch-test_fuer_oesterreich/

Lehrpersonal und PrüferInnen

Laut Gesetz/Verordnung dürfen ausschließlich folgende Lehrkräfte für Alpha- und DI-Kurse eingesetzt werden, die folgende Qualifikationen nachweisen:
"1. eine abgeschlossene Ausbildung für „Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) oder für „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) durch ein
a) abgeschlossenes DaF- oder DaZ-Universitätsstudium im Ausmaß von mindestens 180 ECTS, oder
b) abgeschlossenes Universitätsstudium oder einen Universitätslehrgang im Ausmaß von mindestens 180 ECTS und eine DaF- oder DaZ-Zusatzausbildung im Ausmaß von mindestens 100 Stunden à 45 Minuten in Theorie und Praxis
und mindestens 450 Stunden à 45 Minuten Unterrichtserfahrung im Bereich DaF oder DaZ in der Erwachsenenbildung,
2. ein abgeschlossenes Lehramtsstudium der Germanistik oder einer lebenden Fremdsprache im Hauptfach oder ein abgeschlossenes Studium der Sprachwissenschaften und mindestens 450 Stunden à 45 Minuten Unterrichtserfahrung im Bereich DaF oder DaZ in der Erwachsenenbildung,
3. einen Abschluss einer Pädagogischen Hochschule zur Erlangung der Lehrberechtigung in Deutsch und mindestens 450 Stunden à 45 Minuten Unterrichtserfahrung im Bereich DaF oder DaZ in der Erwachsenenbildung oder an öffentlichen oder mit dem Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schulen, oder
4. eine Beschäftigung als Trainer der beruflichen Weiterbildung mit mindestens 3000 Stunden à 45 Minuten Unterrichtserfahrung im Bereich DaF oder DaZ in der Erwachsenenbildung.“

Die SAPA-SprachkursleiterInnen-Ausbildung des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen ist eine vom ÖIF anerkannte Ausbildung

Näheres siehe unter Zertifikatslehrgang für SprachkursleiterInnen

Weiterführende Adressen im Internet

Gesetzestext & Stellungnahmen

Integrationsfonds

Magistrat Wien

SprachenRechte

 

Weitere Informationen / Kontakt:
Mag.a Elisabeth Feigl, MAS
Sprachenreferentin
Verband Österreichischer Volkshochschulen
e.feigl-bogenreiter@vhs.or.at
Tel.: 01/216 4226/17