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Leitbild

Der Verband Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) mit seiner Pädagogischen Arbeits- und Forschungsstelle (PAF) versteht sich als Koordinationsstelle von bildungspolitisch und pädagogisch relevanten Aktivitäten im österreichischen Volkshochschulbereich und ist eine Servicestelle für seine Mitglieder, die Landesverbände.

Identität und Auftrag

Der Zweck des Verbandes Österreichischer Volkshochschulen (VÖV) besteht in der Verbreitung des Volkshochschulgedankens sowie in der Wahrung und in der Förderung der gemeinsamen Interessen der in ihm zusammengeschlossenen Landesverbände beziehungsweise Mitglieder und damit der Mitglieds-Volkshochschulen. Der Verband übt seine Tätigkeit ohne Gewinnabsicht und gemeinnützig aus.

Wir sehen uns als zentrale Service-, Wissenstransfer- und Koordinationsstelle für bildungspolitisch und pädagogisch relevante Aktivitäten. Als Teil nationaler und internationaler Netzwerke und als wichtige Schnittstelle setzen wir Impulse und gestalten die Politik im Bereich der Erwachsenenbildung mit.

Werte

Wir verstehen uns als eine der Demokratie verpflichtete, an die Menschenrechte gebundene und von politischen Parteien unabhängige Bildungseinrichtung.

Zu unserem Selbstverständnis gehört es daher, keine antidemokratischen, rassistischen, antisemitischen, frauenfeindlichen und andere Menschengruppen diskriminierenden Inhalte und Verhaltensweisen in unseren Einrichtungen zuzulassen und solchen Tendenzen und Verhaltensweisen mit Bildungsveranstaltungen und/oder anderen Maßnahmen entgegenzuwirken.

Die Aufbereitung unserer Tätigkeiten und Themenstellungen erfolgt kritisch, reflektiert, differenziert und wertschätzend. Wir orientieren uns am aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung und bereiten diese entsprechend für unsere AuftraggeberInnen auf. Wir sind sehr bemüht, die Vielfältigkeit unserer Projekte und Aufgaben in einem offenen, kreativen und vernetzten Arbeitsumfeld und vor internationalem und wissenschaftlichem Hintergrund zu gewährleisten und kontinuierlich zu verbessern. Wichtig sind uns ein offenes Arbeitsklima sowie ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen den KollegInnen, wodurch die erfolgreiche interne und externe Kommunikation und das gemeinsame Arbeiten gesichert werden.

AuftraggeberInnen, Teilnehmende und AdressatInnen

Der VÖV wendet sich aufgrund seiner vielfältigen Arbeits- und Geschäftsfelder an eine ganze Reihe von unterschiedlichen KooperationspartnerInnen, AuftraggeberInnen und VeranstaltungsteilnehmerInnen: an österreichische Ministerien, die Europäische Kommission, an Landesverbände und Volkshochschulen, KursleiterInnen und VHS-MitarbeiterInnen, an wissenschaftliche Institutionen und Forschungseinrichtungen, (internationale) Partnereinrichtungen, die Medienöffentlichkeit, an MeinungsbildnerInnen und MultiplikatorInnen.

Allgemeine Unternehmensziele

Die oberste Zielsetzung liegt, wie bereits unter Punkt 1 erwähnt, in der Verbreitung des Volkshochschulgedankens sowie in der Wahrung und in der Förderung der gemeinsamen Interessen der im VÖV zusammengeschlossenen Landesverbände und damit deren Mitglieds-Volkshochschulen.

Als zentrale Service-, Wissenstransfer- und Koordinationsstelle sind wir Teil nationaler und internationaler Netzwerke und eine wichtige Schnittstelle zu staatlichen Einrichtungen. Unser Ziel ist es hierbei, neue Impulse zu setzen und die Politik im Bereich der Erwachsenenbildung mitzugestalten.

Unsere Aufgaben gliedern sich in folgende Bereiche: pädagogische Aktivitäten, Forschung, Entwicklung und Dokumentation sowie Publikationstätigkeit, Öffentlichkeitsarbeit und Lobbying. Wichtig ist uns in all unseren Tätigkeiten eine kritische und reflektierte, differenzierte und wertschätzende Herangehensweise und Aufbereitung. Als zentrale Service-, Wissenstransfer- und Koordinationsstelle sowie Teil nationaler und internationaler Netzwerke ist es unser Ziel, neue Impulse zu setzen und die Politik im Bereich Erwachsenenbildung (mit) zu gestalten.

Leistungen

Unsere Arbeit zeichnet sich durch eine große Bandbreite an unterschiedlichsten Service-, Wissenstransfer- und Koordinationsleistungen wie folgt aus:

  • Bildungspolitische Vertretung der gemeinsamen, ideellen und materiellen Interessen der Volkshochschulen
  • Vernetzungs- und Koordinationstätigkeiten für die Landesverbände
  • Nationale und internationale Projekttätigkeit
  • Wissenschaftliche Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen, historischen, pädagogischen und didaktischen Entwicklungen
  • Bildungsforschung und Statistik (VHS, KEBÖ)
  • Mehrsprachigkeitsdidaktik  und Sprachenpolitik
  • Lizenzinhaber (ÖIF, ÖSD etc.)
  • Wahrnehmung internationaler Vertretungsfunktionen
  • Mittelaufbringung und Subventionsweitergabe
  • Weiterbildung der VHS-MitarbeiterInnen und KursleiterInnen
  • Publikationstätigkeit
  • Herausgabe des Magazins „Die Österreichische Volkshochschule“
  • Vergabe von Medienpreisen und Auszeichnungen
  • Durchführung von Veranstaltungen, um einen Ansatz im Aufgreifen von Themen und Standpunkten sicherzustellen, der unterschiedliche Zielgruppen anspricht und versucht niemanden auszugrenzen.

Fähigkeiten

Zu unseren größten Stärken zählt die Vielfältigkeit der Projekte und Aufgaben, die unterschiedlichste Zielgruppen ansprechen (siehe oben). In einem offenen, kreativen und vernetzten Arbeitsumfeld und vor internationalem und wissenschaftlichem Hintergrund nehmen wir unsere Rolle als Impulsgeber und Innovator wahr und ergreifen immer wieder eine inhaltliche Führungsposition.

Ressourcen

Unser wichtigstes Potenzial sind unsere MitarbeiterInnen, die sich durch fachliche Expertise, pädagogisches Know-how, Innovationsbereitschaft und Kreativität auszeichnen. Sie verfügen über profunde Kenntnisse der österreichischen und internationalen Erwachsenenbildungslandschaft und sind in handlungsrelevanten Netzwerken aktiv.

Arbeiten und vernetztes Denken in Kooperation mit den Gremien und Arbeitsgruppen des VÖV sowie nationalen und internationalen Partnerorganisationen erhöhen im Weiteren die Handlungskompetenzen und das Durchsetzungsvermögen des VÖV.

Öffentliche Förderungen sichern unsere inhaltliche Arbeit ab.

Definition des gelungenen Lernens

Wir erachten Lernen als gelungen, wenn es Lernende dabei unterstützt, sich selbstverantwortlich und selbstgewählt im persönlichen und beruflichen Bereich weiterzuentwickeln. Wir halten es für wichtig, dass Lernende die von ihnen angestrebten Lernergebnisse kennen und laufend überprüfen, sowie ihre informell erworbenen Kompetenzen erkennen. Somit trägt Lernen zu einer besseren Bewältigung des Alltags im Sinne eines guten Lebens bei, fördert Chancengleichheit und sichert die finanzielle Basis.

Gelungenes Lernen schafft Mehrwert auf verschiedenen Ebenen. Durch das Erlernen von Reflexions-, Konflikt- und Kritikfähigkeit kann Vernetzung, Austausch und Kooperation entstehen. Das soll wiederum dazu beitragen, dass Lernende ihre Handlungsfähigkeiten besser erkennen, benennen und nützen können. Durch den Blick über den „eigenen Tellerrand“ entsteht Einfühlungsvermögen und Empathie, d.h. die Kompetenz, sich selbst, andere und die Welt besser zu verstehen und dementsprechend zu handeln. Und gelungenes Lernen bedeutet nicht zuletzt die Befähigung zu mündigen BürgerInnen, ihre partizipative Rolle aktiv wahrnehmen.

Charakterisiert ist gelungenes Lernen etwa durch die Möglichkeit, auszuprobieren und auch „Fehler“ zu machen. Es ist ein reflexiver Prozess, der die ganze Person umfasst, und sich an den individuellen Bedürfnissen der Lernenden sowie den gesellschaftlichen Bedarfen (wie Demokratieentwicklung, wirtschaftliche Ansprüche etc.) orientiert und an die jeweiligen Kenntnisse und Kompetenzen anschließt. Die Sinnhaftigkeit ist grundlegende Voraussetzung allen gelungenen Lernens.

Gelungenes Lernen entsteht durch Neugierde, Kreativität und/oder Empathie. Es braucht als Vorrausetzung Ressourcen wie Geld, Zeit, Sicherheit, Ruhe und Muße, sowie ein kritisch erkennendes Bewusstsein.

Definition der gelungenen Serviceleistung

Die Serviceleistung des VÖV stellt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der österreichischen Volkshochschulen und der Festigung ihrer Stellung im gesamten österreichischen Bildungswesen dar, beispielsweise durch den Innovationstransfer, die Implementierung innovativer Erkenntnisse sowie deren Evaluierung.

Die Sicherstellung der Bundessubventionen garantiert den Erhalt und den Ausbau der gewonnenen Position zur Erreichung der Verbandsziele und somit für die gelungene Serviceleistung.

Ferner ist es uns wichtig, dass die Standorte gestärkt werden, sie ihre finanzielle Mittel widmungsgemäß verwenden und die in ihrer Verantwortung liegende Infrastruktur gewährleisten können.

Eine gelungene Serviceleistung erkennen wir an persönlichen positiven Rückmeldungen der Menschen, die unser Service in Anspruch nehmen, sowie an kompetenten Auskünften durch die MitarbeiterInnen und dem reibungslosen Ablauf von Programmen und Projekten.

Wir machen Ergebnisse und Leistungen sichtbar.